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Ein „John-Watson-Blog“

– im therapeutischen Sinn.

Warum der Name „John-Watson-Blog“? Und was soll das eigentlich sein?

Vorweg: Dieser Blog hat nichts – gar nichts – mit Sherlock-Holmes-Romanen oder -Filmen zu tun. (Wer das erwartet, kann hier also schon aufhören zu lesen und die Seite wegklicken.)
„John Watson“ dient hier lediglich als Ideen- und Namensgeber für den Blog. Watson bekommt in der BBC-Fernsehserie „Sherlock“, nach einer Schußverletzung an der Schulter und der Rückkehr aus dem Afghanistan-Krieg, von seiner Therapeutin den Auftrag einen Blog über seinen Alltag zu schreiben. Dies soll ihm helfen, seine traumatischen Erlebnisse zu überwinden. Johns Hinken und der Tremor in der linken Hand sind (nicht nur aus Sicht seiner Therapeutin) psychosomatisch.
In der Serie sieht man John Watson immer wieder bei seiner Terapeutin und beim Schreiben seines Blogs – was anfangs nicht recht gelingen will.

Mir selber machen Burnout und Mobbing zu schaffen. Der Burnout scheint mir (ganz persönlich) irgendwie das kleinere Übel zu sein – was mir wirklich zusetzt, auch noch nach Wochen und Monaten, ist das Mobbing. Die Enttäuschungen, die unglaublichen Kränkungen. Im übertragenen Sinn würde ich sagen „die Kugeln stecken noch“.

Nach einem Zusammenbruch ging erstmal gar nichts mehr und ich musste einsehen, dass ich ohne professionelle Hilfe nicht weiter komme. Genau wie John Watson habe ich also eine Therapeutin. Die auch sehr fürs Aufschreiben ist (wenn auch vielleicht nicht unbedingt in einem öffentlichen Blog). Und genau wie John Watson fällt auch mir das Schreiben anfangs schwer. Warum probiere ich es dann ausgerechnet mit einem Blog?
Vielleicht, weil es (hoffentlich) nicht nur mir, sondern auch anderen helfen könnte, die sich auf diese Seite verirren. Ich möchte gerne, wenn möglich, auch ein bisschen humorvoll mit der Sache umgehen – meinen Humor habe ich nie ganz verloren, und ich denke der hat mich ein Stück weit gerettet (neben ein paar guten Freunden und Vertrauten die helfen).

Was kann also dieser Blog?

Ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich probiere es einfach mal aus. Irgendwas wird dabei herauskommen, und wenn es die Erkenntnis ist, dass ich im Blogschreiben grottenschlecht bin und keiner das lesen möchte. (Vielleicht muss es aber auch keiner lesen, sondern ich muss es einfach nur schreiben?)

Was wird dieser Blog nicht können?

Dieser Blog ist keine fachliche Beratung oder gar Therapie und ersetzt auch keine!
Er wird nicht tagesaktuell sein und ich werde nicht alles hier veröffentlichen. Beiträge kommen nach Bedarf und Stimmung dazu. Es kann zwischendurch mal ziemlich still werden und längere Pausen geben.
Da hier auch Mobbing mit rein spielt, werde ich keine echten Namen verwenden und alles soweit wie nötig anonymisieren. Es wird sich wahrscheinlich nicht ganz ausschließen lassen, dass jemand, der mit den Vorgängen und Abläufen in meinem Fall gut vertraut ist, etwas wiedererkennt. Auf der anderen Seite werden vielleicht andere, denen ähnliche Fälle bekannt sind, glauben etwas wiederzuerkennen.
Allen sei gesagt: Nein, es ist ein anderer Fall!

Was ist denn dann noch echt?

Die Erlebnisse und Gefühle. Die grundsätzlichen Gegebenheiten.
Das ist schon zielmlich viel, glaube ich.

Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung das gehen wird. Vielleicht wird es irgendwann einfach ein „normaler Alltags-Blog“. Ich hoffe, alles geht gut – und ich bin mir ziemlich sicher: John Watson is not alone.

 

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